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Glossar

MCP (Model Context Protocol)

Offene Schnittstelle, über die eine KI auf eigene Datenquellen zugreift — im Handel etwa auf die Warenwirtschaft.

MCP steht für Model Context Protocol. Es ist eine offene Schnittstelle, mit der eine KI Werkzeuge aufrufen und darüber auf Daten zugreifen kann, die sie sonst nicht kennt — Dateien, Kalender, Ticketsysteme oder eben eine Warenwirtschafts-Datenbank. Ohne eine solche Schnittstelle kann ein KI-Modell nur das verwenden, was jemand vorher in den Chat kopiert hat.

Wie ein MCP-Server arbeitet

Ein MCP-Server ist ein kleines Programm, das eine Datenquelle bereitstellt und der KI eine begrenzte Liste von Werkzeugen anbietet — etwa „Tabellen auflisten" oder „Abfrage ausführen". Die KI sieht ausschließlich diese Werkzeuge und ruft sie auf, wenn sie für eine Frage Daten braucht. Sie erhält keinen freien Zugang zum System, sondern genau die Möglichkeiten, die der Server vorsieht.

Der Gegenpart heißt MCP-Client: das KI-Programm selbst, etwa Claude Desktop oder Cursor. Es startet den Server und übernimmt die Verständigung im Hintergrund. Für den Anwender bleibt davon nichts sichtbar — er stellt seine Frage in normaler Sprache.

MCP in der Warenwirtschaft

Für Händler ist der praktische Fall die eigene Datenbank. Wer JTL-Wawi einsetzt, hat dort alles gespeichert — Artikel, Bestände, Aufträge, Lieferanten —, kommt an Auswertungen jenseits der eingebauten Berichte aber nur über Exporte oder SQL heran. Ein MCP-Server für diese Datenbank kehrt das um: Die Frage wird gestellt, die KI sucht sich die passenden Tabellen und beantwortet sie.

Die BIS AI Bridge ist ein solcher Server für JTL-Wawi. Sie bietet vier Werkzeuge an — Tabellen auflisten, Aufbau einer Tabelle nachschlagen, Daten lesen, Daten ändern — und lässt sich mit Claude, ChatGPT oder Cursor verwenden.

Lokal oder über die Cloud

MCP-Server laufen in zwei Betriebsarten, und der Unterschied ist für den Datenschutz entscheidend. Läuft der Server lokal, startet ihn das KI-Programm auf demselben Rechner; die Daten wandern nur zwischen diesem Rechner und dem KI-Dienst. Läuft er als Cloud-Dienst über HTTP, kann auch ein Chat im Browser ihn nutzen — dann laufen die Abfragen jedoch über die Server des Anbieters. Wer eine Lösung bewertet, sollte zuerst klären, welche der beiden Betriebsarten gemeint ist.

Was MCP nicht ist

MCP ist kein Datenexport: Es wird nichts in die KI „hochgeladen" oder dauerhaft übertragen, sondern pro Frage genau das abgerufen, was zur Antwort nötig ist. Es ist auch kein Fernzugriff für Dritte — ein MCP-Server bedient allein den Client, der ihn gestartet hat. Und es ist kein Ersatz für Rechteverwaltung: Was der hinterlegte Datenbankbenutzer nicht darf, kann auch die KI nicht.

Verwandte externe Ressource: https://bispicy.com/features/bis-ai-bridge.html

Verwandte Begriffe

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