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Wissen kompakt

Glossar — Begriffe rund um BISpicy ERP

Was bedeutet eigentlich ERP, GoBD oder DSFinV-K? Was ist der Unterschied zwischen BISView und BIS ERP? Hier findest du die wichtigsten Begriffe rund um Cloud-Warenwirtschaft, Multi-Channel-Handel und deutsche Compliance — kurz erklärt, ohne Fachjargon.

Warenwirtschaft

auch: WaWi, Warenwirtschaftssystem

Eine Warenwirtschaft ist eine Software, die alle Daten rund um Artikel, Bestellungen, Lager, Versand und Kunden eines Händlers zentral verwaltet. Sie ist das operative Rückgrat im E-Commerce: jede Bestellung, jeder Versand und jeder Warenein- und -ausgang läuft durch das System. Im Gegensatz zu einer reinen Kasse oder einem reinen Shop bündelt eine Warenwirtschaft alle Verkaufskanäle (Online-Shop, Marktplätze, stationäre Kasse) und sorgt für synchronisierte Bestände und einheitliche Stammdaten.

ERP

Enterprise Resource Planning

ERP ist die unternehmensweite Ressourcenplanung — eine Software-Kategorie, die Warenwirtschaft, Buchhaltung, CRM, Reporting und Personalverwaltung in einem System integriert. Während eine reine Warenwirtschaft nur die Operationsdaten (Artikel, Lager, Bestellung) verwaltet, geht ein ERP weiter und bezieht auch betriebswirtschaftliche Auswertungen, Buchhaltungs-Schnittstellen und Compliance-Aspekte mit ein. Für KMU ist die Grenze zwischen WaWi und ERP fließend.

BIS ERP

auch: BISpicy ERP, BISpicy Warenwirtschaft

BIS ERP ist der offizielle Produktname der Cloud-Warenwirtschaft von BISpicy. Die Software bündelt Artikelverwaltung, Bestellwesen, Lager, Versand, Marktplatz-Anbindungen und Rechnungswesen in einem System. Die Basis ist dauerhaft kostenlos; nur die aktiv genutzten Schnittstellen (eBay, Shopify, JTL-Wawi, DHL/DPD/GLS) und Premium-Module sind kostenpflichtig. Hosting in der EU (DigitalOcean Frankfurt), DSGVO-konform.

BISView

BISView ist ein Feature innerhalb BIS ERP, das konfigurierbare Detailansichten ermöglicht: Anwender können pro Tabelle und pro Modul (Artikel, Bestellungen, Kunden, Rechnungen) eigene Detail-Layouts definieren, Felder ein- oder ausblenden, gruppieren und filtern. Das Feature ist Teil der Standardausstattung und benötigt kein separates Premium-Modul.

BISLaunch

BISLaunch ist das Premium-Modul für Marktplatz-Mass-Listing innerhalb BIS ERP. Mit einem Template-Editor, Multi-Account-Management und Varianten-Handling lassen sich hunderte eBay-Listings in Minuten erzeugen statt jedes einzeln händisch anzulegen. Aktuell für eBay produktiv; weitere Marktplätze sind in Vorbereitung.

BISRepricer

BISRepricer ist das KI-gestützte Multi-Channel-Repricing-Modul von BIS ERP. Es überwacht Wettbewerberpreise auf den angeschlossenen Marktplätzen, reagiert nach konfigurierbaren Regeln (Margen-Schutz, Mindestpreis, Strategien wie „Buy-Box-Optimierung") und ändert Verkaufspreise automatisch. Das spart manuelle Preisanpassung und sichert Margen unter Wettbewerbsdruck.

BISPay

BISPay ist das Modul für automatischen Zahlungsabgleich innerhalb BIS ERP. Über die PSD2-konforme Open-Banking-Schnittstelle finAPI werden Bankkonten direkt eingebunden, eingehende Zahlungen automatisch auf offene Rechnungen zugeordnet und das Mahnwesen darauf aufgebaut. Damit entfällt manuelle Kontoauszug-Pflege.

BISHazmat

BISHazmat ist das Gefahrgut-Management-Modul von BIS ERP. Es deckt das ADR-Regelwerk (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) ab, mit besonderem Fokus auf Lithiumbatterien — ein häufiger Stolperstein im E-Commerce. Ein geführter Wizard ermittelt UN-Nummer, Verpackungsgruppe und Begleitdokumente, sodass auch nicht-Gefahrgut-zertifizierte Mitarbeitende rechtssicher versenden können.

BISPrint

BISPrint ist die eigene Cloud-Print-Lösung des BISpicy-Stacks. Sie ersetzt klassische PrintNode-/Druck-Relay-Anbieter durch einen eigenen Windows-Client (Tauri v2 / Rust) und einen Android-Client (Kotlin) — beide kommunizieren über das BIS-ERP-Backend mit den Anwendungen (WaWi für Labels und Rechnungen, POS für Bons). Damit bleiben Druckaufträge unabhängig von externen SaaS-Anbietern in der eigenen Infrastruktur.

Multi-Channel-Handel

auch: Multichannel

Multi-Channel-Handel beschreibt die Strategie, gleichzeitig über mehrere Vertriebskanäle zu verkaufen — typischerweise eigenen Onlineshop, eBay, Amazon, Etsy, Shopify, stationäres Ladengeschäft und Marktplätze wie Kaufland oder OTTO. Die operative Herausforderung liegt in der Synchronisation: Bestände, Preise und Bestellstatus müssen kanalübergreifend konsistent gehalten werden, sonst entstehen Überverkäufe oder veraltete Preise.

JTL-Wawi

JTL-Wawi ist ein in Deutschland weit verbreitetes Warenwirtschaftssystem des Unternehmens JTL-Software GmbH. Sie wird klassisch lokal in einem Windows-Netzwerk betrieben und ist besonders im JTL-Shop-Umfeld stark vertreten. BIS ERP bietet eine direkte Anbindung an JTL-Wawi über SQL-Sync (produktiv), eine REST-API und einen JTL-Connector — damit lassen sich JTL-Daten in BIS ERP nutzen, ohne JTL ablösen zu müssen.

DATEV

DATEV ist die marktführende deutsche Buchhaltungssoftware für Steuerberater und Unternehmen. Praktisch jede deutsche Steuerkanzlei arbeitet mit DATEV-Daten. BIS ERP exportiert Buchungen im DATEV-Format (CSV mit definierter Spaltenstruktur) — sowohl für SKR03 als auch SKR04 — und stellt sicher, dass Zahlungseingänge, Erlöse, Forderungen und Stripe-/PayPal-Gebühren als korrekte Buchungssätze beim Steuerberater landen.

GoBD

Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff

Die GoBD sind eine Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums, die festlegt, wie steuerrelevante Daten elektronisch erfasst, gespeichert und für Betriebsprüfungen bereitgestellt werden müssen. Kernforderungen sind Vollständigkeit, Richtigkeit, Zeitgerechtigkeit, Ordnung, Unveränderbarkeit und maschinelle Auswertbarkeit. Praktisch heißt das: keine nachträgliche Änderung von Buchungen ohne Protokollierung, lückenlose Aufbewahrung über zehn Jahre, definierte Exportformate für Prüfer.

DSFinV-K

Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme

Die DSFinV-K ist das standardisierte Datenexport-Format der deutschen Finanzverwaltung für Kassensysteme. Bei einer Kassennachschau oder Betriebsprüfung muss der Händler einen vollständigen DSFinV-K-Export der Kassendaten bereitstellen können — typischerweise als ZIP-Archiv mit definierten CSV-Tabellen (Einzelaufzeichnung, TSE-Daten, Stammdaten, Gerätedaten). Verstöße können Bußgelder von bis zu 25.000 € auslösen.

ZUGFeRD

auch: E-Rechnung, XRechnung (Behörden-Variante)

ZUGFeRD ist ein deutscher Standard für hybride elektronische Rechnungen: Die Datei ist gleichzeitig ein menschen-lesbares PDF und enthält im XML-Anhang die maschinen-lesbare Buchungsinformation nach EN-16931. Seit dem 1. Januar 2025 sind deutsche Unternehmen verpflichtet, B2B-Rechnungen zwischen inländischen Unternehmen zumindest empfangen und verarbeiten zu können. Die ausgehende Pflicht zur E-Rechnung gilt mit gestaffelten Übergangsfristen.

DSGVO

Datenschutz-Grundverordnung; englisch GDPR

Die DSGVO ist die europäische Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, seit Mai 2018 in Kraft. Sie schreibt unter anderem vor: Datensparsamkeit, Zweckbindung, Recht auf Auskunft und Löschung, Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) bei Dienstleister-Einbindung und Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Verstöße können mit bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.

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